Unternehmensnachfolge Österreich

Unternehmensnachfolge Österreich

Zahlen, Chancen, Targets finden (Übersicht 2026)

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Unternehmensnachfolge Österreich: Die Übergabewelle in Zahlen

Österreich befindet sich mitten in der größten Übergabewelle seiner Wirtschaftsgeschichte. Die Zahlen sind eindeutig, die Konsequenzen für Käufer, Investoren und übernahmewillige Unternehmer erheblich.

Kennzahl

Wert

Quelle

Unternehmen zur Übergabe (2025 bis 2034)

52.500 (exklusive EPU)

BMWET / WKÖ, 2025

Betroffene Arbeitsplätze

705.000

BMWET, 2025

Anteil an allen Arbeitgeberunternehmen

23 %

KMU Forschung Austria

Familieninterne Nachfolge

Circa 55 %, Tendenz sinkend

WKÖ Factsheet 2025

Erfolgreiche Übergaben 2024

7.792 (+4,9 % gegenüber 2023)

WKÖ, 2025

Nachfolger, die Umsatz steigern konnten

61 %

WKÖ Nachfolge-Monitor

Nachfolger, die zusätzliches Personal einstellten

36 %

WKÖ Nachfolge-Monitor

Was diese Zahlen für Käufer bedeuten: 52.500 Unternehmen in zehn Jahren sind über 5.000 pro Jahr. Bei einer sinkenden familieninternen Nachfolgequote (aktuell circa 55 %, vor zehn Jahren noch über 70 %) wächst die Zahl der Betriebe, die einen externen Käufer brauchen, jedes Jahr. Das ist kein Problem, das ist eine Investmentchance. Die Daten zeigen es: 61 % der Nachfolger steigern den Umsatz, 36 % stellen zusätzliches Personal ein. Betriebsübernahmen in Österreich sind nachweislich wertschöpfend.

Was Österreich von Deutschland und der Schweiz unterscheidet

Die Unternehmensnachfolge im DACH-Raum wird oft als einheitliches Phänomen behandelt. In der Praxis gibt es zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz erhebliche strukturelle Unterschiede, die Käufer kennen müssen:

Faktor

Österreich

Deutschland

Schweiz

Marktgröße (Übergaben pro Dekade)

52.500

190.000 (IfM Bonn, 2026 bis 2030)

Circa 75.000 (KMU-Forschung)

Dominante Rechtsform im KMU-Bereich

Einzelunternehmen, GmbH, GmbH & Co KG

GmbH, GmbH & Co. KG

AG, GmbH, Einzelunternehmen

Erbschafts- und Schenkungssteuer

Keine Erbschaftssteuer seit 2008

Erbschaftssteuer mit Verschonungsregeln

Kantonal unterschiedlich, meist gering

Wichtigste institutionelle Anlaufstelle

WKO Nachfolgebörse, Gründerservice

IHK-Nachfolgebörsen, KfW

KMU-Portal des Bundes

Firmenwert-Abschreibung für Käufer

15 Jahre (steuerlich absetzbar)

15 Jahre (§ 7 Abs. 1 EStG)

Keine direkte Goodwill-Abschreibung

Neues Förderprogramm 2026

NextGen4Austria (BMWET + WKÖ)

Kein vergleichbares Bundesprogramm

Kein vergleichbares Bundesprogramm

Beteiligungsfreibetrag

Bis zu 100.000 Euro über 5 Jahre (geplant)

Kein vergleichbarer Freibetrag

Kein vergleichbarer Freibetrag

Kulturelle Besonderheit

Starke regionale Verankerung, Bundesländer-Identität, Kammerpflicht

Mittelstands-Ethos, "Hidden Champions"

Föderalismus, kantonale Unterschiede

Drei Besonderheiten, die Österreich für Käufer besonders interessant machen:

Erstens, die steuerliche Attraktivität. Österreich erhebt seit 2008 keine Erbschafts- und Schenkungssteuer. Das bedeutet: Eine familieninterne Übergabe ist steuerlich unkomplizierter als in Deutschland. Für externe Käufer ist der Firmenwert über 15 Jahre abschreibbar, was die effektive Steuerbelastung der Übernahme senkt. Seit 2025 gibt es zusätzlich das Grace-Period-Verfahren, bei dem das Finanzamt dem Nachfolger schriftlich bestätigt, dass keine offenen Steuerverbindlichkeiten aus der Vergangenheit bestehen.

Zweitens, NextGen4Austria als neues Förderprogramm. Seit Februar 2026 bieten BMWET und WKÖ gemeinsam kostenloses Coaching für potenzielle Nachfolger, Beratungszuschüsse für externe Experten und regionale Workshops in allen Bundesländern. Das ist das erste bundesweite Programm dieser Art in der DACH-Region und signalisiert: Die österreichische Politik behandelt Nachfolge als strategisches Handlungsfeld.

Drittens, die Marktgröße im Verhältnis zur Aufmerksamkeit. 52.500 Übergaben bei circa 9 Millionen Einwohnern bedeuten, dass pro Kopf anteilig mehr Unternehmen zur Übergabe stehen als in Deutschland. Gleichzeitig ist der österreichische Nachfolgemarkt bei internationalen PE-Fonds und Investoren deutlich weniger bearbeitet als der deutsche. Das Ergebnis: weniger Konkurrenz auf Käuferseite, bessere Konditionen.

Die österreichische Nachfolgelandschaft: Wo die Targets sitzen

Die Übergabewelle verteilt sich nicht gleichmäßig über Branchen und Regionen. Für Käufer ist die Konzentration entscheidend:

Nach Branche

Branche

Nachfolge-Relevanz in Österreich

Typisches Profil

Gewerbe und Handwerk

Sehr hoch (größte WKO-Sparte, circa 36 % der Übergaben)

Handwerksbetriebe, Produktionsunternehmen, Bau- und Ausbaugewerbe. Oft regional verankert, hohe Kundenbindung, inhaberabhängig.

Handel

Hoch (circa 20 % der Übergaben)

Großhandel, technischer Fachhandel, Einzelhandel mit Nischenfokus. Laut Creditreform planen 39,5 % der Handelsunternehmen keine Nachfolge, was auf hohes Schließungsrisiko hindeutet.

Information und Consulting

Mittel bis hoch, wachsend

IT-Dienstleister, Unternehmensberater, Ingenieurbüros. Oft projektbasiert, wissensintensiv. Die spannendsten Targets für PE-Fonds und strategische Käufer.

Tourismus und Freizeitwirtschaft

Hoch (österreichspezifisch)

Hotels, Gastronomie, Freizeitanlagen. Stark saisonal und regional, oft mit Immobilienkomponente. Für Käufer mit Branchenkenntnis hochattraktiv.

Transport und Verkehr

Mittel

Speditionen, Frachtunternehmen, Logistikdienstleister. Konsolidierungspotenzial, oft inhabergeführt.

Nach Bundesland: Alle neun Bundesländer im Überblick

Die Nachfolge-Intensität variiert regional erheblich. Ländliche Bundesländer haben proportional mehr Übergaben, weil dort die Unternehmerdichte höher und die Gründungsquote niedriger ist als in Wien. Die folgende Tabelle gibt den vollständigen Überblick über alle neun österreichischen Bundesländer:

Bundesland

Nachfolge-Intensität

Wirtschaftliche Prägung

Typische Nachfolge-Targets

Besonderheit für Käufer

Oberösterreich (OÖ)

Sehr hoch

Industrieland Nr. 1 in Österreich, Automobil-Zulieferer, Maschinenbau, Kunststoff, Stahl

Produzierende KMU mit 20 bis 200 Mitarbeitern, technologieorientiert, exportstark

2025 H1: 338 Betriebsübergaben bei 3.727 Neugründungen. Höchste Industriedichte, viele Hidden Champions im Innviertel und Mühlviertel. WKO OÖ bietet intensive Nachfolgeberatung.

Niederösterreich (NÖ)

Hoch

Diversifiziert: Lebensmittelverarbeitung, Bauwirtschaft, Weinbau, Handel, Gewerbe

Handwerksbetriebe, Bau- und Ausbaugewerbe, Lebensmittelproduzenten, Weingüter

Flächengrößtes Bundesland, viele KMU in ländlichen Gemeinden. Die Nähe zu Wien macht NÖ-Unternehmen logistisch attraktiv. Vorsitzende der Jungen Wirtschaft NÖ hat Nachfolge als Schwerpunkt gesetzt.

Wien (W)

Mittel

Dienstleistung, IT, Beratung, Kreativwirtschaft, Handel, Gastronomie

IT-Dienstleister, Agenturen, Beratungsunternehmen, spezialisierter Einzelhandel, Gastronomiebetriebe

Mehr Neugründungen als Übergaben. Nachfolge konzentriert sich auf wissensintensive Dienstleister und den stationären Handel. Höchste Dichte an Beratungsunternehmen, die selbst vor der Nachfolge stehen.

Steiermark (Stmk)

Hoch

Automobilindustrie (Graz-Umgebung), Maschinenbau, Holzwirtschaft, Tourismus (Thermenregion)

Autozulieferer, Metallverarbeiter, Holzverarbeiter, Thermenbetriebe

Mix aus Hightech-Industrie (ACstyria-Cluster um Graz) und traditionellem Gewerbe. Die Obersteiermark hat besonders hohen Nachfolgebedarf im produzierenden Gewerbe.

Tirol (T)

Hoch, tourismusgeprägt

Hotellerie, Gastronomie, Seilbahnen, Einzelhandel, Bau

Hotels (3 bis 5 Sterne), Restaurants, Skigebiet-Zulieferer, Bauunternehmen

Tourismus dominiert die Übergaben. Die Immobilienkomponente erhöht den Transaktionswert erheblich: Ein Tiroler Hotel ist oft 50 % Immobilie, 50 % Betrieb. Saisonalität erfordert branchenspezifisches Know-how.

Vorarlberg (Vbg)

Hoch

Industrie (Textil, Metall, Kunststoff), Tourismus (Bregenzerwald, Arlberg), Handel

Produktionsbetriebe, Textilunternehmen, Nischenfertiger, Hotellerie

Kleinstes Flächenbundesland nach Wien, aber mit überdurchschnittlich hoher Industriedichte. Stark exportorientiert (Nähe Schweiz, Süddeutschland). Eigenständige Wirtschaftskultur mit hoher Qualitätsorientierung.

Salzburg (Sbg)

Mittel bis hoch

Tourismus (Stadt und Land Salzburg), Handel, Lebensmittel, Holzwirtschaft

Hotellerie, Gastronomiebetriebe, Handelsunternehmen, Lebensmittelverarbeiter

Doppelstruktur: Stadt Salzburg als Dienstleistungs- und Kulturstandort, Land Salzburg als Tourismus- und Agrarregion. Die Festspielstadt zieht internationale Käufer an.

Kärnten (K)

Mittel bis hoch

Tourismus (Wörthersee, Skigebiete), Holzwirtschaft, Elektronik, Handel

Tourismusbetriebe, Holzverarbeiter, Elektronik-Zulieferer, Handwerksbetriebe

Kärnten hat eine starke Holz- und Elektronikbranche (Infineon-Standort Villach). Im Tourismus dominieren Seen- und Winterdestinationen. Die Zweisprachigkeit (Deutsch/Slowenisch im Süden) kann bei grenzüberschreitenden Transaktionen relevant sein.

Burgenland (Bgld)

Mittel

Weinbau, Landwirtschaft, Tourismus (Neusiedlersee), Gewerbe

Weingüter, Agrarbetriebe, Handwerksbetriebe, kleinere Tourismusbetriebe

Strukturschwächstes Bundesland, aber mit wachsender Dynamik durch Nähe zu Wien und Bratislava. Besonders im Weinbau gibt es attraktive Nachfolgefälle. EU-Förderungen spielen für Investitionen eine größere Rolle als in anderen Bundesländern.

Wo die Targets sitzen: Branchensuche nach Bundesland

Wenn Sie suchen...

...dann konzentrieren Sie sich auf

Industrielle KMU, Maschinenbau, Automobil-Zulieferer

Oberösterreich, Steiermark (Graz-Umgebung), Vorarlberg

IT-Dienstleister, Software, Beratung

Wien, Graz, Linz

Hotels, Gastronomie, Tourismus

Tirol, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg (Arlberg), Steiermark (Thermenregion)

Bau- und Ausbaugewerbe, Gebäudetechnik

Alle Bundesländer, besonders Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol

Lebensmittelverarbeitung, Weinbau

Niederösterreich, Burgenland, Steiermark

Holzwirtschaft, Forstwirtschaft

Steiermark, Kärnten, Salzburg, Oberösterreich

Textil, Nischenfertigung

Vorarlberg

Handel (Groß- und Fachhandel)

Wien, Oberösterreich, Salzburg, Niederösterreich

Elektronik, Mikrotechnologie

Kärnten (Villach), Steiermark (Graz)

Der Insight für Käufer: Die attraktivsten Nachfolge-Targets in Österreich sitzen nicht in Wien. Sie sitzen in Oberösterreich (produzierendes Gewerbe, höchste Industriedichte), in der Steiermark (Automobil-Cluster, Holzwirtschaft), in Tirol und Vorarlberg (Tourismus und exportorientierte Industrie) und in Niederösterreich (diversifizierter Mittelstand, Logistikvorteile durch Wien-Nähe). Wer nur in Wien sucht, übersieht den Großteil des Marktes.

Nachfolge-Targets in Österreich datengetrieben identifizieren

Die WKO-Nachfolgebörse ist ein guter erster Anlaufpunkt, zeigt aber nur die Unternehmen, die bereits aktiv einen Nachfolger suchen und ein Inserat geschaltet haben. Wie in Deutschland ist das nur ein Bruchteil des tatsächlichen Marktes.

Wer Nachfolge-Targets in Österreich proaktiv identifizieren will, bevor sie öffentlich werden, muss Datensignale lesen:

Signal

Was es verrät

Warum es in Österreich besonders relevant ist

GF-Alter über 60, Alleingesellschafter

Hohe Nachfolge-Wahrscheinlichkeit

In Österreich sind circa 95 % aller Unternehmen inhabergeführt. Die Kombination aus Alter und Alleingesellschafterschaft ist der stärkste Prediktor.

Kein Prokurist im Firmenbuch

Keine zweite Führungsebene, hohe Inhaberabhängigkeit

Das österreichische Firmenbuch ist öffentlich zugänglich. Die Abwesenheit eines Prokuristen signalisiert: Ohne den Inhaber steht das Unternehmen still.

Einzelunternehmen oder GmbH mit einem Gesellschafter

Keine Mitgesellschafter, die intern übernehmen könnten

Einzelunternehmen sind die häufigste Rechtsform in Österreich. Viele dieser Betriebe sind substanzielle KMU mit 10 bis 50 Mitarbeitern.

Umsatzstagnation bei stabilem Markt

Inhaber investiert nicht mehr, Ausstieg mental vorbereitet

Österreichs KMU-Landschaft ist stabil. Stagnation bei einem ansonsten gesunden Geschäftsmodell ist ein klassisches Nachfolge-Signal.

Branche mit hoher Übergabequote (Gewerbe, Handel, Tourismus)

Struktureller Nachfolgebedarf

Die WKÖ-Daten zeigen klar, welche Branchen überproportional betroffen sind.

ProxDeal deckt den gesamten österreichischen Markt ab: Firmenbuch-Daten, Geschäftsführer-Profile, Geschäftsmodell-Analyse und Freitextsuche für alle österreichischen Unternehmen. Das bedeutet: Statt manuell das Firmenbuch zu durchsuchen, können Käufer direkt nach " Metallverarbeitungsbetriebe in Oberösterreich mit 20 bis 80 Mitarbeitern" suchen und erhalten qualifizierte Ergebnisse in Minuten. Ideal also für Investoren um Deal Flow zu generieren

ProxDeal testen: Nachfolge-Targets in Österreich identifizieren

Steuerliche Besonderheiten bei Betriebsübernahmen in Österreich

Die steuerliche Gestaltung einer Betriebsübernahme in Österreich unterscheidet sich von Deutschland in einigen wesentlichen Punkten. Für Käufer sind die folgenden Aspekte entscheidend:

Aspekt

Regelung in Österreich

Relevanz für Käufer

Erbschafts- und Schenkungssteuer

Seit 2008 abgeschafft

Familieninterne Übergaben sind steuerlich unkompliziert. Für externe Käufer nicht direkt relevant, aber relevant für die Verhandlung: Der Verkäufer hat weniger steuerlichen Druck, was die Zeitachse verlängern kann.

Firmenwert-Abschreibung

Über 15 Jahre steuerlich absetzbar

Je mehr des Kaufpreises als Firmenwert (statt Konzessionswert) deklariert wird, desto mehr kann der Käufer abschreiben. Vertraglich regeln.

Grunderwerbsteuer (GrESt)

3,5 % des Kaufpreises bei Liegenschaftsübertragung

Relevant bei Unternehmen mit Betriebsimmobilien (Hotellerie, Produktion). Kann erheblich sein.

Grace-Period-Verfahren (seit 2025)

Finanzamt bestätigt schriftlich, dass keine offenen Steuerverbindlichkeiten bestehen

Gibt dem Käufer Rechtssicherheit. Sollte in jeder Transaktion beantragt werden.

Beteiligungsfreibetrag (geplant)

Bis zu 100.000 Euro über 5 Jahre absetzbar

Fördert private Beteiligungen an Übernahmen. Besonders relevant für MBI-Kandidaten und ETA-Searcher.

Gewerberechtliche Nachfolge

Gewerbeberechtigung muss neu beantragt werden (oder Fortbetrieb innerhalb von 6 Monaten)

In Österreich ist die Kammerpflicht (WKO-Mitgliedschaft) automatisch. Gewerbeberechtigung ist betriebsgebunden, nicht personengebunden.

Wichtig: Die steuerliche Aufteilung des Kaufpreises in Firmenwert, Anlagevermögen und Konzessionswert sollte bereits im Kaufvertrag klar geregelt werden. Wird das versäumt, entscheidet das Finanzamt, in der Regel zu Ungunsten des Käufers.

Nachfolge in Österreich: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Drei Faktoren fallen 2026 zusammen, die den österreichischen Nachfolgemarkt für Käufer besonders attraktiv machen:

Die demografische Spitze erreicht ihren Höhepunkt. Die stärksten Jahrgänge der Babyboomer-Generation erreichen zwischen 2025 und 2030 das Ruhestandsalter. Das Angebot an übergabefähigen Unternehmen ist so hoch wie nie zuvor und wird in dieser Konzentration nicht wiederkehren.

NextGen4Austria senkt die Eintrittsbarriere. Erstmals gibt es ein bundesweites Förderprogramm, das Nachfolgern kostenloses Coaching, Beratungszuschüsse und Vernetzung bietet. Für MBI-Kandidaten und Erstübernehmer ist das eine erhebliche Erleichterung.

Die Zinswende verbessert die Finanzierbarkeit. Nach den Zinserhöhungen 2022 und 2023 normalisieren sich die Finanzierungskosten. Bankdarlehen für Betriebsübernahmen sind wieder günstiger, und die Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) bietet spezielle Programme für Nachfolge-Finanzierungen.

Fazit: Österreichs Nachfolgemarkt ist der am stärksten unterschätzte Käufermarkt in DACH

52.500 Übergaben in zehn Jahren, sinkende familieninterne Quote, neue Förderprogramme und steuerliche Anreize: Österreichs Nachfolgemarkt bietet Käufern eine strukturelle Chance, die in dieser Kombination weder in Deutschland noch in der Schweiz existiert. Wer dieses Segment systematisch bearbeitet, ob als PE-Fonds mit Plattformstrategie, als MBI-Kandidat oder als strategischer Käufer, findet Transaktionen abseits des intermediierten Marktes, zu fairen Bewertungen und mit hoher Transaktionssicherheit.

ProxDeal ist das präziseste Origination Tool für den gesamten DACH-Raum, Österreich eingeschlossen: Firmenbuch-Daten, Geschäftsführer-Profile, Gesellschafterstrukturen und Geschäftsmodell-Analyse per Freitextsuche. Kein WZ-Code, kein ÖNACE-Code, einfach beschreiben, was gesucht wird.

Nachfolge-Targets in Österreich finden: ProxDeal kostenlos testen und österreichische Unternehmen mit Nachfolgebedarf identifizieren. Freitext, Firmenbuch-Daten, sofortige Ergebnisse. Jetzt starten mit ProxDeal.

FAQ: Unternehmensnachfolge Österreich

Wie viele Unternehmen in Österreich stehen vor einer Nachfolge? Laut BMWET und WKÖ stehen im Zeitraum 2025 bis 2034 rund 52.500 Unternehmen (exklusive Ein-Personen-Unternehmen) vor einer Übergabe. Das sind 23 % aller Arbeitgeberunternehmen und betrifft circa 705.000 Arbeitsplätze.

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei Betriebsübernahmen in Österreich? Die WKÖ-Daten zeigen ein positives Bild: 61 % der Nachfolger konnten den Umsatz steigern, knapp zwei Drittel investieren mehr als ihre Vorgänger, und 36 % stellten zusätzliches Personal ein. 2024 wurden 7.792 Unternehmen erfolgreich übergeben, ein Anstieg von 4,9 % gegenüber 2023.

Gibt es in Österreich eine Erbschaftssteuer bei Betriebsübergaben? Nein. Österreich hat die Erbschafts- und Schenkungssteuer 2008 abgeschafft. Familieninterne Übergaben sind daher steuerlich unkomplizierter als in Deutschland. Bei Unternehmensverkäufen an externe Käufer fällt keine Erbschaftssteuer an, aber es gelten die regulären einkommensteuerlichen Regelungen für den Verkaufserlös.

Was ist NextGen4Austria? NextGen4Austria ist ein im Februar 2026 gestartetes Förderprogramm von BMWET und WKÖ für Erstübernehmer von KMU. Es umfasst kostenloses Coaching (betriebswirtschaftliche Grundlagen, Finanzierungsmodelle, Verhandlungsführung), Vernetzung mit übergabebereiten Unternehmern, Beratungszuschüsse für externe Experten und regionale Workshops in allen Bundesländern. Anträge laufen über die WKO-Landeskammern.

Welche Branchen sind in Österreich am stärksten von der Nachfolgewelle betroffen? Gewerbe und Handwerk machen circa 36 % aller Übergaben aus, gefolgt vom Handel (circa 20 %). Im Dienstleistungssektor steht fast jeder fünfte Betrieb vor einer Übergabe in den nächsten zwei Jahren. In Tirol und Vorarlberg dominiert die Hotellerie und Gastronomie, in Oberösterreich das produzierende Gewerbe.

Wie finde ich österreichische Unternehmen mit Nachfolgebedarf? Die WKO-Nachfolgebörse ist der offizielle Anlaufpunkt, zeigt aber nur Unternehmen mit aktivem Inserat. Für die proaktive Identifikation von Nachfolge-Targets bietet ProxDeal Zugang zu allen österreichischen Unternehmensprofilen mit Firmenbuch-Daten, Geschäftsführer-Alter, Gesellschafterstruktur und Geschäftsmodell-Analyse per Freitextsuche.

Kann ein deutscher Käufer ein österreichisches Unternehmen übernehmen? Ja, problemlos. Es gibt keine Beschränkungen für EU-Bürger. Die Gewerbeberechtigung muss allerdings in Österreich neu beantragt werden (oder ein Fortbetriebsrecht innerhalb von sechs Monaten nach Übernahme geltend gemacht werden). Steuerlich ist eine grenzüberschreitende Übernahme komplexer (Doppelbesteuerungsabkommen, Betriebsstätten-Thematik) und erfordert spezialisierte Beratung.

Was ist der durchschnittliche Kaufpreis bei einer Betriebsübernahme in Österreich? Die Kaufpreise variieren stark nach Branche und Unternehmensgröße. Im KMU-Bereich (10 bis 50 Mitarbeiter) sind Bewertungen zwischen dem 3- und 6-fachen des EBIT üblich. Bei Unternehmen mit Immobilienkomponente (Hotels, Produktionsbetriebe) kann der Transaktionswert deutlich höher liegen. Die Finanzierung erfolgt typischerweise über einen Mix aus Eigenkapital, Bankdarlehen und Verkäuferdarlehen.

Welches Bundesland hat den höchsten Nachfolgebedarf? Oberösterreich hat den höchsten absoluten Nachfolgebedarf in Österreich. Als Industrieland Nr. 1 mit der höchsten Dichte an produzierenden KMU standen allein im ersten Halbjahr 2025 338 Betriebe vor der Übergabe. Die Steiermark (Automobil-Zulieferer, Holzwirtschaft) und Niederösterreich (diversifizierter Mittelstand) folgen. Im Tourismus-Segment führen Tirol und Salzburg.

Lohnt es sich, ein Unternehmen in Wien zur Nachfolge zu übernehmen? Wien hat eine andere Dynamik als die Flächenbundesländer: Mehr Neugründungen als Übergaben, fokussiert auf Dienstleistung, IT und Beratung. Die Nachfolge-Targets in Wien sind typischerweise wissensintensive Dienstleister, Agenturen und spezialisierter Einzelhandel. Für Käufer, die Beratungs- oder IT-Unternehmen suchen, ist Wien der relevanteste Standort. Für industrielle KMU sind Oberösterreich, die Steiermark und Vorarlberg ergiebiger.

Unternehmensnachfolge Österreich: Die Übergabewelle in Zahlen

Österreich befindet sich mitten in der größten Übergabewelle seiner Wirtschaftsgeschichte. Die Zahlen sind eindeutig, die Konsequenzen für Käufer, Investoren und übernahmewillige Unternehmer erheblich.

Kennzahl

Wert

Quelle

Unternehmen zur Übergabe (2025 bis 2034)

52.500 (exklusive EPU)

BMWET / WKÖ, 2025

Betroffene Arbeitsplätze

705.000

BMWET, 2025

Anteil an allen Arbeitgeberunternehmen

23 %

KMU Forschung Austria

Familieninterne Nachfolge

Circa 55 %, Tendenz sinkend

WKÖ Factsheet 2025

Erfolgreiche Übergaben 2024

7.792 (+4,9 % gegenüber 2023)

WKÖ, 2025

Nachfolger, die Umsatz steigern konnten

61 %

WKÖ Nachfolge-Monitor

Nachfolger, die zusätzliches Personal einstellten

36 %

WKÖ Nachfolge-Monitor

Was diese Zahlen für Käufer bedeuten: 52.500 Unternehmen in zehn Jahren sind über 5.000 pro Jahr. Bei einer sinkenden familieninternen Nachfolgequote (aktuell circa 55 %, vor zehn Jahren noch über 70 %) wächst die Zahl der Betriebe, die einen externen Käufer brauchen, jedes Jahr. Das ist kein Problem, das ist eine Investmentchance. Die Daten zeigen es: 61 % der Nachfolger steigern den Umsatz, 36 % stellen zusätzliches Personal ein. Betriebsübernahmen in Österreich sind nachweislich wertschöpfend.

Was Österreich von Deutschland und der Schweiz unterscheidet

Die Unternehmensnachfolge im DACH-Raum wird oft als einheitliches Phänomen behandelt. In der Praxis gibt es zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz erhebliche strukturelle Unterschiede, die Käufer kennen müssen:

Faktor

Österreich

Deutschland

Schweiz

Marktgröße (Übergaben pro Dekade)

52.500

190.000 (IfM Bonn, 2026 bis 2030)

Circa 75.000 (KMU-Forschung)

Dominante Rechtsform im KMU-Bereich

Einzelunternehmen, GmbH, GmbH & Co KG

GmbH, GmbH & Co. KG

AG, GmbH, Einzelunternehmen

Erbschafts- und Schenkungssteuer

Keine Erbschaftssteuer seit 2008

Erbschaftssteuer mit Verschonungsregeln

Kantonal unterschiedlich, meist gering

Wichtigste institutionelle Anlaufstelle

WKO Nachfolgebörse, Gründerservice

IHK-Nachfolgebörsen, KfW

KMU-Portal des Bundes

Firmenwert-Abschreibung für Käufer

15 Jahre (steuerlich absetzbar)

15 Jahre (§ 7 Abs. 1 EStG)

Keine direkte Goodwill-Abschreibung

Neues Förderprogramm 2026

NextGen4Austria (BMWET + WKÖ)

Kein vergleichbares Bundesprogramm

Kein vergleichbares Bundesprogramm

Beteiligungsfreibetrag

Bis zu 100.000 Euro über 5 Jahre (geplant)

Kein vergleichbarer Freibetrag

Kein vergleichbarer Freibetrag

Kulturelle Besonderheit

Starke regionale Verankerung, Bundesländer-Identität, Kammerpflicht

Mittelstands-Ethos, "Hidden Champions"

Föderalismus, kantonale Unterschiede

Drei Besonderheiten, die Österreich für Käufer besonders interessant machen:

Erstens, die steuerliche Attraktivität. Österreich erhebt seit 2008 keine Erbschafts- und Schenkungssteuer. Das bedeutet: Eine familieninterne Übergabe ist steuerlich unkomplizierter als in Deutschland. Für externe Käufer ist der Firmenwert über 15 Jahre abschreibbar, was die effektive Steuerbelastung der Übernahme senkt. Seit 2025 gibt es zusätzlich das Grace-Period-Verfahren, bei dem das Finanzamt dem Nachfolger schriftlich bestätigt, dass keine offenen Steuerverbindlichkeiten aus der Vergangenheit bestehen.

Zweitens, NextGen4Austria als neues Förderprogramm. Seit Februar 2026 bieten BMWET und WKÖ gemeinsam kostenloses Coaching für potenzielle Nachfolger, Beratungszuschüsse für externe Experten und regionale Workshops in allen Bundesländern. Das ist das erste bundesweite Programm dieser Art in der DACH-Region und signalisiert: Die österreichische Politik behandelt Nachfolge als strategisches Handlungsfeld.

Drittens, die Marktgröße im Verhältnis zur Aufmerksamkeit. 52.500 Übergaben bei circa 9 Millionen Einwohnern bedeuten, dass pro Kopf anteilig mehr Unternehmen zur Übergabe stehen als in Deutschland. Gleichzeitig ist der österreichische Nachfolgemarkt bei internationalen PE-Fonds und Investoren deutlich weniger bearbeitet als der deutsche. Das Ergebnis: weniger Konkurrenz auf Käuferseite, bessere Konditionen.

Die österreichische Nachfolgelandschaft: Wo die Targets sitzen

Die Übergabewelle verteilt sich nicht gleichmäßig über Branchen und Regionen. Für Käufer ist die Konzentration entscheidend:

Nach Branche

Branche

Nachfolge-Relevanz in Österreich

Typisches Profil

Gewerbe und Handwerk

Sehr hoch (größte WKO-Sparte, circa 36 % der Übergaben)

Handwerksbetriebe, Produktionsunternehmen, Bau- und Ausbaugewerbe. Oft regional verankert, hohe Kundenbindung, inhaberabhängig.

Handel

Hoch (circa 20 % der Übergaben)

Großhandel, technischer Fachhandel, Einzelhandel mit Nischenfokus. Laut Creditreform planen 39,5 % der Handelsunternehmen keine Nachfolge, was auf hohes Schließungsrisiko hindeutet.

Information und Consulting

Mittel bis hoch, wachsend

IT-Dienstleister, Unternehmensberater, Ingenieurbüros. Oft projektbasiert, wissensintensiv. Die spannendsten Targets für PE-Fonds und strategische Käufer.

Tourismus und Freizeitwirtschaft

Hoch (österreichspezifisch)

Hotels, Gastronomie, Freizeitanlagen. Stark saisonal und regional, oft mit Immobilienkomponente. Für Käufer mit Branchenkenntnis hochattraktiv.

Transport und Verkehr

Mittel

Speditionen, Frachtunternehmen, Logistikdienstleister. Konsolidierungspotenzial, oft inhabergeführt.

Nach Bundesland: Alle neun Bundesländer im Überblick

Die Nachfolge-Intensität variiert regional erheblich. Ländliche Bundesländer haben proportional mehr Übergaben, weil dort die Unternehmerdichte höher und die Gründungsquote niedriger ist als in Wien. Die folgende Tabelle gibt den vollständigen Überblick über alle neun österreichischen Bundesländer:

Bundesland

Nachfolge-Intensität

Wirtschaftliche Prägung

Typische Nachfolge-Targets

Besonderheit für Käufer

Oberösterreich (OÖ)

Sehr hoch

Industrieland Nr. 1 in Österreich, Automobil-Zulieferer, Maschinenbau, Kunststoff, Stahl

Produzierende KMU mit 20 bis 200 Mitarbeitern, technologieorientiert, exportstark

2025 H1: 338 Betriebsübergaben bei 3.727 Neugründungen. Höchste Industriedichte, viele Hidden Champions im Innviertel und Mühlviertel. WKO OÖ bietet intensive Nachfolgeberatung.

Niederösterreich (NÖ)

Hoch

Diversifiziert: Lebensmittelverarbeitung, Bauwirtschaft, Weinbau, Handel, Gewerbe

Handwerksbetriebe, Bau- und Ausbaugewerbe, Lebensmittelproduzenten, Weingüter

Flächengrößtes Bundesland, viele KMU in ländlichen Gemeinden. Die Nähe zu Wien macht NÖ-Unternehmen logistisch attraktiv. Vorsitzende der Jungen Wirtschaft NÖ hat Nachfolge als Schwerpunkt gesetzt.

Wien (W)

Mittel

Dienstleistung, IT, Beratung, Kreativwirtschaft, Handel, Gastronomie

IT-Dienstleister, Agenturen, Beratungsunternehmen, spezialisierter Einzelhandel, Gastronomiebetriebe

Mehr Neugründungen als Übergaben. Nachfolge konzentriert sich auf wissensintensive Dienstleister und den stationären Handel. Höchste Dichte an Beratungsunternehmen, die selbst vor der Nachfolge stehen.

Steiermark (Stmk)

Hoch

Automobilindustrie (Graz-Umgebung), Maschinenbau, Holzwirtschaft, Tourismus (Thermenregion)

Autozulieferer, Metallverarbeiter, Holzverarbeiter, Thermenbetriebe

Mix aus Hightech-Industrie (ACstyria-Cluster um Graz) und traditionellem Gewerbe. Die Obersteiermark hat besonders hohen Nachfolgebedarf im produzierenden Gewerbe.

Tirol (T)

Hoch, tourismusgeprägt

Hotellerie, Gastronomie, Seilbahnen, Einzelhandel, Bau

Hotels (3 bis 5 Sterne), Restaurants, Skigebiet-Zulieferer, Bauunternehmen

Tourismus dominiert die Übergaben. Die Immobilienkomponente erhöht den Transaktionswert erheblich: Ein Tiroler Hotel ist oft 50 % Immobilie, 50 % Betrieb. Saisonalität erfordert branchenspezifisches Know-how.

Vorarlberg (Vbg)

Hoch

Industrie (Textil, Metall, Kunststoff), Tourismus (Bregenzerwald, Arlberg), Handel

Produktionsbetriebe, Textilunternehmen, Nischenfertiger, Hotellerie

Kleinstes Flächenbundesland nach Wien, aber mit überdurchschnittlich hoher Industriedichte. Stark exportorientiert (Nähe Schweiz, Süddeutschland). Eigenständige Wirtschaftskultur mit hoher Qualitätsorientierung.

Salzburg (Sbg)

Mittel bis hoch

Tourismus (Stadt und Land Salzburg), Handel, Lebensmittel, Holzwirtschaft

Hotellerie, Gastronomiebetriebe, Handelsunternehmen, Lebensmittelverarbeiter

Doppelstruktur: Stadt Salzburg als Dienstleistungs- und Kulturstandort, Land Salzburg als Tourismus- und Agrarregion. Die Festspielstadt zieht internationale Käufer an.

Kärnten (K)

Mittel bis hoch

Tourismus (Wörthersee, Skigebiete), Holzwirtschaft, Elektronik, Handel

Tourismusbetriebe, Holzverarbeiter, Elektronik-Zulieferer, Handwerksbetriebe

Kärnten hat eine starke Holz- und Elektronikbranche (Infineon-Standort Villach). Im Tourismus dominieren Seen- und Winterdestinationen. Die Zweisprachigkeit (Deutsch/Slowenisch im Süden) kann bei grenzüberschreitenden Transaktionen relevant sein.

Burgenland (Bgld)

Mittel

Weinbau, Landwirtschaft, Tourismus (Neusiedlersee), Gewerbe

Weingüter, Agrarbetriebe, Handwerksbetriebe, kleinere Tourismusbetriebe

Strukturschwächstes Bundesland, aber mit wachsender Dynamik durch Nähe zu Wien und Bratislava. Besonders im Weinbau gibt es attraktive Nachfolgefälle. EU-Förderungen spielen für Investitionen eine größere Rolle als in anderen Bundesländern.

Wo die Targets sitzen: Branchensuche nach Bundesland

Wenn Sie suchen...

...dann konzentrieren Sie sich auf

Industrielle KMU, Maschinenbau, Automobil-Zulieferer

Oberösterreich, Steiermark (Graz-Umgebung), Vorarlberg

IT-Dienstleister, Software, Beratung

Wien, Graz, Linz

Hotels, Gastronomie, Tourismus

Tirol, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg (Arlberg), Steiermark (Thermenregion)

Bau- und Ausbaugewerbe, Gebäudetechnik

Alle Bundesländer, besonders Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol

Lebensmittelverarbeitung, Weinbau

Niederösterreich, Burgenland, Steiermark

Holzwirtschaft, Forstwirtschaft

Steiermark, Kärnten, Salzburg, Oberösterreich

Textil, Nischenfertigung

Vorarlberg

Handel (Groß- und Fachhandel)

Wien, Oberösterreich, Salzburg, Niederösterreich

Elektronik, Mikrotechnologie

Kärnten (Villach), Steiermark (Graz)

Der Insight für Käufer: Die attraktivsten Nachfolge-Targets in Österreich sitzen nicht in Wien. Sie sitzen in Oberösterreich (produzierendes Gewerbe, höchste Industriedichte), in der Steiermark (Automobil-Cluster, Holzwirtschaft), in Tirol und Vorarlberg (Tourismus und exportorientierte Industrie) und in Niederösterreich (diversifizierter Mittelstand, Logistikvorteile durch Wien-Nähe). Wer nur in Wien sucht, übersieht den Großteil des Marktes.

Nachfolge-Targets in Österreich datengetrieben identifizieren

Die WKO-Nachfolgebörse ist ein guter erster Anlaufpunkt, zeigt aber nur die Unternehmen, die bereits aktiv einen Nachfolger suchen und ein Inserat geschaltet haben. Wie in Deutschland ist das nur ein Bruchteil des tatsächlichen Marktes.

Wer Nachfolge-Targets in Österreich proaktiv identifizieren will, bevor sie öffentlich werden, muss Datensignale lesen:

Signal

Was es verrät

Warum es in Österreich besonders relevant ist

GF-Alter über 60, Alleingesellschafter

Hohe Nachfolge-Wahrscheinlichkeit

In Österreich sind circa 95 % aller Unternehmen inhabergeführt. Die Kombination aus Alter und Alleingesellschafterschaft ist der stärkste Prediktor.

Kein Prokurist im Firmenbuch

Keine zweite Führungsebene, hohe Inhaberabhängigkeit

Das österreichische Firmenbuch ist öffentlich zugänglich. Die Abwesenheit eines Prokuristen signalisiert: Ohne den Inhaber steht das Unternehmen still.

Einzelunternehmen oder GmbH mit einem Gesellschafter

Keine Mitgesellschafter, die intern übernehmen könnten

Einzelunternehmen sind die häufigste Rechtsform in Österreich. Viele dieser Betriebe sind substanzielle KMU mit 10 bis 50 Mitarbeitern.

Umsatzstagnation bei stabilem Markt

Inhaber investiert nicht mehr, Ausstieg mental vorbereitet

Österreichs KMU-Landschaft ist stabil. Stagnation bei einem ansonsten gesunden Geschäftsmodell ist ein klassisches Nachfolge-Signal.

Branche mit hoher Übergabequote (Gewerbe, Handel, Tourismus)

Struktureller Nachfolgebedarf

Die WKÖ-Daten zeigen klar, welche Branchen überproportional betroffen sind.

ProxDeal deckt den gesamten österreichischen Markt ab: Firmenbuch-Daten, Geschäftsführer-Profile, Geschäftsmodell-Analyse und Freitextsuche für alle österreichischen Unternehmen. Das bedeutet: Statt manuell das Firmenbuch zu durchsuchen, können Käufer direkt nach " Metallverarbeitungsbetriebe in Oberösterreich mit 20 bis 80 Mitarbeitern" suchen und erhalten qualifizierte Ergebnisse in Minuten. Ideal also für Investoren um Deal Flow zu generieren

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Steuerliche Besonderheiten bei Betriebsübernahmen in Österreich

Die steuerliche Gestaltung einer Betriebsübernahme in Österreich unterscheidet sich von Deutschland in einigen wesentlichen Punkten. Für Käufer sind die folgenden Aspekte entscheidend:

Aspekt

Regelung in Österreich

Relevanz für Käufer

Erbschafts- und Schenkungssteuer

Seit 2008 abgeschafft

Familieninterne Übergaben sind steuerlich unkompliziert. Für externe Käufer nicht direkt relevant, aber relevant für die Verhandlung: Der Verkäufer hat weniger steuerlichen Druck, was die Zeitachse verlängern kann.

Firmenwert-Abschreibung

Über 15 Jahre steuerlich absetzbar

Je mehr des Kaufpreises als Firmenwert (statt Konzessionswert) deklariert wird, desto mehr kann der Käufer abschreiben. Vertraglich regeln.

Grunderwerbsteuer (GrESt)

3,5 % des Kaufpreises bei Liegenschaftsübertragung

Relevant bei Unternehmen mit Betriebsimmobilien (Hotellerie, Produktion). Kann erheblich sein.

Grace-Period-Verfahren (seit 2025)

Finanzamt bestätigt schriftlich, dass keine offenen Steuerverbindlichkeiten bestehen

Gibt dem Käufer Rechtssicherheit. Sollte in jeder Transaktion beantragt werden.

Beteiligungsfreibetrag (geplant)

Bis zu 100.000 Euro über 5 Jahre absetzbar

Fördert private Beteiligungen an Übernahmen. Besonders relevant für MBI-Kandidaten und ETA-Searcher.

Gewerberechtliche Nachfolge

Gewerbeberechtigung muss neu beantragt werden (oder Fortbetrieb innerhalb von 6 Monaten)

In Österreich ist die Kammerpflicht (WKO-Mitgliedschaft) automatisch. Gewerbeberechtigung ist betriebsgebunden, nicht personengebunden.

Wichtig: Die steuerliche Aufteilung des Kaufpreises in Firmenwert, Anlagevermögen und Konzessionswert sollte bereits im Kaufvertrag klar geregelt werden. Wird das versäumt, entscheidet das Finanzamt, in der Regel zu Ungunsten des Käufers.

Nachfolge in Österreich: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Drei Faktoren fallen 2026 zusammen, die den österreichischen Nachfolgemarkt für Käufer besonders attraktiv machen:

Die demografische Spitze erreicht ihren Höhepunkt. Die stärksten Jahrgänge der Babyboomer-Generation erreichen zwischen 2025 und 2030 das Ruhestandsalter. Das Angebot an übergabefähigen Unternehmen ist so hoch wie nie zuvor und wird in dieser Konzentration nicht wiederkehren.

NextGen4Austria senkt die Eintrittsbarriere. Erstmals gibt es ein bundesweites Förderprogramm, das Nachfolgern kostenloses Coaching, Beratungszuschüsse und Vernetzung bietet. Für MBI-Kandidaten und Erstübernehmer ist das eine erhebliche Erleichterung.

Die Zinswende verbessert die Finanzierbarkeit. Nach den Zinserhöhungen 2022 und 2023 normalisieren sich die Finanzierungskosten. Bankdarlehen für Betriebsübernahmen sind wieder günstiger, und die Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) bietet spezielle Programme für Nachfolge-Finanzierungen.

Fazit: Österreichs Nachfolgemarkt ist der am stärksten unterschätzte Käufermarkt in DACH

52.500 Übergaben in zehn Jahren, sinkende familieninterne Quote, neue Förderprogramme und steuerliche Anreize: Österreichs Nachfolgemarkt bietet Käufern eine strukturelle Chance, die in dieser Kombination weder in Deutschland noch in der Schweiz existiert. Wer dieses Segment systematisch bearbeitet, ob als PE-Fonds mit Plattformstrategie, als MBI-Kandidat oder als strategischer Käufer, findet Transaktionen abseits des intermediierten Marktes, zu fairen Bewertungen und mit hoher Transaktionssicherheit.

ProxDeal ist das präziseste Origination Tool für den gesamten DACH-Raum, Österreich eingeschlossen: Firmenbuch-Daten, Geschäftsführer-Profile, Gesellschafterstrukturen und Geschäftsmodell-Analyse per Freitextsuche. Kein WZ-Code, kein ÖNACE-Code, einfach beschreiben, was gesucht wird.

Nachfolge-Targets in Österreich finden: ProxDeal kostenlos testen und österreichische Unternehmen mit Nachfolgebedarf identifizieren. Freitext, Firmenbuch-Daten, sofortige Ergebnisse. Jetzt starten mit ProxDeal.

FAQ: Unternehmensnachfolge Österreich

Wie viele Unternehmen in Österreich stehen vor einer Nachfolge? Laut BMWET und WKÖ stehen im Zeitraum 2025 bis 2034 rund 52.500 Unternehmen (exklusive Ein-Personen-Unternehmen) vor einer Übergabe. Das sind 23 % aller Arbeitgeberunternehmen und betrifft circa 705.000 Arbeitsplätze.

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei Betriebsübernahmen in Österreich? Die WKÖ-Daten zeigen ein positives Bild: 61 % der Nachfolger konnten den Umsatz steigern, knapp zwei Drittel investieren mehr als ihre Vorgänger, und 36 % stellten zusätzliches Personal ein. 2024 wurden 7.792 Unternehmen erfolgreich übergeben, ein Anstieg von 4,9 % gegenüber 2023.

Gibt es in Österreich eine Erbschaftssteuer bei Betriebsübergaben? Nein. Österreich hat die Erbschafts- und Schenkungssteuer 2008 abgeschafft. Familieninterne Übergaben sind daher steuerlich unkomplizierter als in Deutschland. Bei Unternehmensverkäufen an externe Käufer fällt keine Erbschaftssteuer an, aber es gelten die regulären einkommensteuerlichen Regelungen für den Verkaufserlös.

Was ist NextGen4Austria? NextGen4Austria ist ein im Februar 2026 gestartetes Förderprogramm von BMWET und WKÖ für Erstübernehmer von KMU. Es umfasst kostenloses Coaching (betriebswirtschaftliche Grundlagen, Finanzierungsmodelle, Verhandlungsführung), Vernetzung mit übergabebereiten Unternehmern, Beratungszuschüsse für externe Experten und regionale Workshops in allen Bundesländern. Anträge laufen über die WKO-Landeskammern.

Welche Branchen sind in Österreich am stärksten von der Nachfolgewelle betroffen? Gewerbe und Handwerk machen circa 36 % aller Übergaben aus, gefolgt vom Handel (circa 20 %). Im Dienstleistungssektor steht fast jeder fünfte Betrieb vor einer Übergabe in den nächsten zwei Jahren. In Tirol und Vorarlberg dominiert die Hotellerie und Gastronomie, in Oberösterreich das produzierende Gewerbe.

Wie finde ich österreichische Unternehmen mit Nachfolgebedarf? Die WKO-Nachfolgebörse ist der offizielle Anlaufpunkt, zeigt aber nur Unternehmen mit aktivem Inserat. Für die proaktive Identifikation von Nachfolge-Targets bietet ProxDeal Zugang zu allen österreichischen Unternehmensprofilen mit Firmenbuch-Daten, Geschäftsführer-Alter, Gesellschafterstruktur und Geschäftsmodell-Analyse per Freitextsuche.

Kann ein deutscher Käufer ein österreichisches Unternehmen übernehmen? Ja, problemlos. Es gibt keine Beschränkungen für EU-Bürger. Die Gewerbeberechtigung muss allerdings in Österreich neu beantragt werden (oder ein Fortbetriebsrecht innerhalb von sechs Monaten nach Übernahme geltend gemacht werden). Steuerlich ist eine grenzüberschreitende Übernahme komplexer (Doppelbesteuerungsabkommen, Betriebsstätten-Thematik) und erfordert spezialisierte Beratung.

Was ist der durchschnittliche Kaufpreis bei einer Betriebsübernahme in Österreich? Die Kaufpreise variieren stark nach Branche und Unternehmensgröße. Im KMU-Bereich (10 bis 50 Mitarbeiter) sind Bewertungen zwischen dem 3- und 6-fachen des EBIT üblich. Bei Unternehmen mit Immobilienkomponente (Hotels, Produktionsbetriebe) kann der Transaktionswert deutlich höher liegen. Die Finanzierung erfolgt typischerweise über einen Mix aus Eigenkapital, Bankdarlehen und Verkäuferdarlehen.

Welches Bundesland hat den höchsten Nachfolgebedarf? Oberösterreich hat den höchsten absoluten Nachfolgebedarf in Österreich. Als Industrieland Nr. 1 mit der höchsten Dichte an produzierenden KMU standen allein im ersten Halbjahr 2025 338 Betriebe vor der Übergabe. Die Steiermark (Automobil-Zulieferer, Holzwirtschaft) und Niederösterreich (diversifizierter Mittelstand) folgen. Im Tourismus-Segment führen Tirol und Salzburg.

Lohnt es sich, ein Unternehmen in Wien zur Nachfolge zu übernehmen? Wien hat eine andere Dynamik als die Flächenbundesländer: Mehr Neugründungen als Übergaben, fokussiert auf Dienstleistung, IT und Beratung. Die Nachfolge-Targets in Wien sind typischerweise wissensintensive Dienstleister, Agenturen und spezialisierter Einzelhandel. Für Käufer, die Beratungs- oder IT-Unternehmen suchen, ist Wien der relevanteste Standort. Für industrielle KMU sind Oberösterreich, die Steiermark und Vorarlberg ergiebiger.

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Unsere Lösung wurde speziell für den deutschen M&A-Markt entwickelt. Sichern Sie sich jetzt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

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© 2026 ProxDeal | All rights reserved by ProxDeal GmbH

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